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Broadcast-Expertise: Wie Habegger technische Komplexität in Event-Erfolge verwandelt

Habegger | 26. Mai 2026

Events werden aufwendig inszeniert – doch oft endet ihre Wirkung mit dem letzten Applaus. Genau hier setzen unsere Broadcast-Lösungen an: Broadcasting macht Inhalte über den Moment hinaus nutzbar, archivierbar und erweitert die Reichweite eines Events erheblich. Im Gespräch mit Tomy Kögl, Head of Broadcast, wird deutlich, worauf es dabei ankommt und wie sich Broadcasting gezielt einsetzen lässt.

Tomy bei den Swiss Music Awards 2026

Tomy bringt über 25 Jahre Erfahrung im Broadcast-Bereich mit. Seine Karriere begann im Regionalfernsehen und führte ihn zu internationalen Produktionen für Organisationen wie FIFA, IOC und UEFA bis in den Corporate-Bereich zu Kunden wie Swiss Life oder Barry Callbaut.
Heute verantwortet er bei Habegger ein breites Spektrum an Broadcast-Formaten – von Live-Streams über hybride Events bis hin zu komplexen internationalen Übertragungen.

Wie setzt Habegger Broadcast ein?

Broadcast bei Habegger funktioniert wie Lego: Du kannst mit einer Kamera starten und auf bis zu 30 Kameras oder mehr hochfahren. Entscheidend ist nicht das Budget, sondern die Frage, welche Lösung für den Event wirklich Mehrwert schafft.

Am Beispiel einer Fashion Show wird deutlich, wie sich der Einsatz von Kameras je nach Anforderung verändert. Eine Kamera liefert die Gesamtperspektive, eine sogenannte «Beauty-Perspektive», weitere übernehmen Detailaufnahmen. Mit zunehmender Dynamik – etwa bei mehreren Models hintereinander – sind zusätzliche Kameras, andere Perspektiven und schnelle Schnitte erforderlich. Passend zum Rhytmus der Musik.

Fast alles ist skalierbar. Wir können kleinere Projekte realisieren, jedoch auch grössere.

Broadcasting bei den Swiss Music Awards 2026

Was macht unser Angebot speziell?

Bei Habegger wird Broadcast nicht ausschliesslich isoliert umgesetzt, sondern als Bestandteil der gesamten Eventproduktion geplant und realisiert.

Bei einer klassischen Event-Produktion arbeiten in der Regel verschiedene Gewerke zusammen – Beleuchtung, Audio, Rigging, Broadcast, bis hin zur IT, welche die Distribution der Signale übernimmt. Wenn diese Bereiche nicht koordiniert sind, entstehen Probleme an den Schnittstellen. Bei Habegger funktioniert das reibungslos, weil jeder Kunde mit seinem Project Manager eine konkrete Ansprechperson für alle Bereiche hat, welcher diese koordiniert. Der Audio-Part weiss, was der Broadcast-Part braucht und umgekehrt. Man kennt und vertraut sich. So versteht beispielsweise der Intercom-Spezialist die IT-Anforderungen und deren Schnittstellen. Das spart Zeit, vermeidet Fehler und erhöht die Qualität und Produktionssicherheit.

Welche Herausforderungen bringen Liveübertragungen bei Grossevents mit sich?

Ein mögliches Problem könnte eine Netzüberlastung im Bereich der Frequenzbänder darstellen. Bei Events mit Zehntausenden von Besuchern – wie der Street Parade – hat jeder ein Handy, streamt live auf YouTube, postet auf Instagram. Überall sind mittlerweile WLAN-Access-Points verbaut, selbst moderne Fahrzeuge kurven damit herum. Dadurch verringert sich die verfügbare Bandbreite, wovon beispielsweise drahtlose Videoübertragungen betroffen sein können. Die Provider-Bandbreite kollabiert schnell.

We have three proven solutions:

  • Erste Option: Glasfaser mit garantierter Bandbreite. In grossen Hallen und Stadien können wir exklusive oder teil-exklusive Glasfaserleitungen buchen. Beim Provider ist die Bandbreite garantiert – dann ist die Verbindung safe.
  • Zweite Option: Dedizierte Satellitenverbindungen. Habegger hat die Möglichkeit, Satellitentransponder-Kapazitäten anzumieten. Diese gesicherte Bandbreite steht uns dann exklusiv zur Verfügung und macht uns unabhängig von öffentlichen Lösungen wie beispielsweise Starlink.
  • Dritte Option: Redundanz und Backup, Private 5G. Für kritische Komponenten – Server, Rekorder, Stromversorgung – haben wir immer Ersatzgeräte dabei. Eine USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung) ist Standard. Mittlerweile können wir sogar private 5G-Netze aufbauen, die uns gesicherte Bandbreiten garantieren.

Welchen Mehrwert bietet Broadcast?

Das hängt vom Event-Typ ab. Bei grossen Sportevents ist es existenziell. Beispiel: Bei einem Fussballspiel werden millionenschwere Werbe- und TV-Lizenzdeals ausgehandelt, und weltweit können entsprechende in Wettquoten abgeschlossen werden. Die 80. Minute – und das Live-Signal fällt aus. Niemand weiss, ob er nun richtig oder falsch getippt hat und die Sponsorenwerbung fehlt. Das wäre der Super-GAU. Da ist Broadcast nicht nice-to-have, sondern system- und businessrelevant.

Broadcast wird aber schnell zu einem Must-have, da man dem Zuschauer durch den gezielten Einsatz bessere Wow-Momente liefern kann. Ein Live-Event ist einmalig, aber mit einer guten Aufzeichnung hast du auf einmal:

Content für die Website und Social Media

ein wertvolles Archiv – wie beim Montreux Jazz Festival, dessen Archiv seit 2013 zum UNESCO-Register «Memory of the World» gehört

ein Sales-Tool für nächstes Jahr «Schau, wie grossartig unser Event war»

eine Grundlage für Sponsoring-Verhandlungen

Bei vielen Events bietet Broadcasting eine Möglichkeit für Zusatzeinnahmen. Z. B. durch eine Liveübertragung und dort gespielte Werbung.

Welche Entwicklungen prägen Broadcast heute?

Die Perspektiven, die die moderne Technologie eröffnet. Früher bestand eine Produktion oft aus einer Kamera auf einem Stativ – fertig. Heute gibt es Drohnen, Spider-Cams, High-Speed oder Slow-Motion-Kameras, die zusammen mit grafischen Echtzeitinformationen einen echten Mehrwert für den Zuschauer schaffen.

Ein aktuelles Beispiel: Bei der Eiskunstlaufshow Art on Ice sind wir mit einer Drohne über und durch die Eiskunstläufer geflogen – das waren noch nie dagewesene Perspektiven. Bei einem Skirennen kann eine Drohne neben einem Skifahrer herfliegen, in ähnlicher Geschwindigkeit. Der Zuschauer sitzt plötzlich «auf dem Ski» – das Erlebnis ist komplett anders.

Was ist dein Rat für Unternehmen, die Broadcast erwägen?

Der Einstieg ins Broadcasting ist oft einfacher als gedacht. Die notwendigen Komponenten sind häufig bereits im Einsatz – eine zusätzliche Aufzeichnung lässt sich mit geringem Aufwand realisieren. In der Praxis zeigt sich jedoch: Inhalte werden live genutzt, aber nicht aufgezeichnet. Der Bedarf entsteht erst im Nachhinein – dann ist es zu spät.

Meine Empfehlung ist daher klar: Mit Broadcast starten. Bereits einfache Setups schaffen die Grundlage für eine Nutzung über den Event hinaus und lassen sich gezielt weiterentwickeln.

Fazit

Broadcasting ist heute nicht mehr eine Frage von «Können wir das?», sondern «Wie nutzen wir es optimal?». Die technischen Hürden sind gefallen. Die modulare Skalierbarkeit macht es zugänglich. Aber die echte Stärke liegt darin, dass professionelles Broadcasting – wenn es richtig gemacht wird – nicht nur ein Aufzeichnungstool ist, sondern ein Bonus für Event-Erlebnis, Reichweite und Wertschöpfung. Und das unter Bedingungen, die viele für unmöglich halten würden.

 

Broadcast konkret gedacht

Nach dem Lesen noch Fragen? Tomy Kögl zeigt dir, wie Broadcast in deinem Event konkret umgesetzt werden kann – individuell und auf deine Anforderungen abgestimmt.

Kontaktiere Tomy persönlich:

tkoegl@habegger.ch
+41 79 247 01 86

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