Auf rund 2’800 Quadratmetern Lagerfläche verwaltet Habegger etwa 40’000 Teile – vom einzelnen Kabel bis zur LED-Wand. Dieses Material bildet die Grundlage für rund 1’800 Projekte pro Jahr. Damit dieser Materialfluss funktioniert, braucht es Struktur, Erfahrung und ein starkes Team, das auch unter Zeitdruck den Überblick behält.

Wenn ein Event vorbei ist, ist die Arbeit im Hintergrund noch lange nicht abgeschlossen, denn für das Lager-Team beginnt ein neuer Abschnitt. Nach Produktionen wie einem internationalen Eishockeyturnier, der Holcim Generalversammlung oder einem Konzert von Hecht im Hallenstadion treffen Cases, Traversen, Kabel, LED-Elemente und weiteres Eventmaterial wieder in Regensdorf ein.
Bevor die ersten Lastwagen an der Rampe stehen, ist im Lager bereits vieles vorbereitet. Das Team weiss, welche Rückläufe anstehen, welche Flächen benötigt werden und welches Material bald wieder gebraucht wird.

Nach dem Ausladen wird das Lager zum Umschlagpunkt zwischen abgeschlossenem Event und nächstem Einsatz. Cases werden geöffnet, Material verschoben, Flächen neu belegt. Stapler fahren zwischen Rampen, Regalen und Rüstflächen hin und her. Dahinter steht ein Team, das den Materialpark bis ins Detail kennt.
Besonders anspruchsvoll wird es, wenn Rückläufe und neue Rüstungen parallel laufen. Zu Peakzeiten verlassen pro Woche 20-25 Lastwagen das Lager. Während an einer Stelle Material kontrolliert wird, wird an anderer bereits Equipment für den nächsten Aufbau zusammengestellt. Bei umfangreichen Produktionen kann allein die Rüstung ein bis zwei Tage dauern. Bei Formaten wie Art on Ice kommen schnell mehrere Tonnen Licht-, Audio-, Video- und Riggingmaterial zusammen, welche bereits Tage vor der Show geprüft und gerüstet werden.
Wer im Lager arbeitet, bewegt nicht einfach Equipment, sondern muss Zusammenhänge erkennen: Was gehört zu welchem Projekt? Welches Material muss geprüft werden? Was wird bald wieder gebraucht? Diese Erfahrung ist in der Eventbranche entscheidend, weil zwischen Rückbau, Retoure und nächstem Aufbau oft nur wenig Zeit liegt.
Auf den Rüstflächen zeigt sich, was ein Projekt hinterlassen hat: vollständige Cases, fehlende Einzelteile, beschädigte Kabel, klemmende Rollen oder Material, das direkt wieder eingesetzt wird. Einsatzbereites Equipment wird gereinigt und für die Einlagerung vorbereitet. Defektes oder unvollständiges Material geht in die Reparatur oder zur weiteren Abklärung. Dabei zählt nicht nur der Blick auf das einzelne Teil, sondern auch das Verständnis dafür, welche Rolle es im nächsten Aufbau spielt.
Ist das Material geprüft, wird es wieder Teil des Systems. Kabel, Traversen, LED-Elemente, Pulte, Geräte und Zubehör kehren an ihre Lagerplätze zurück. Entscheidend ist dabei nicht nur, dass jedes Teil physisch am richtigen Ort steht. Auch die Information dazu muss stimmen.
Damit ein Projekt zuverlässig gerüstet werden kann, muss jederzeit klar sein, welches Material verfügbar ist, was bereits reserviert wurde und wo zusätzliches Equipment organisiert werden muss. Diese Übersicht entsteht im Zusammenspiel zwischen Lager-Team, Disposition und HIS, dem internen ERP-System von Habegger. Das Lager kennt den tatsächlichen Materialfluss, die Dispo koordiniert Verfügbarkeiten und Projektbedarfe. So wird aus zurückgekehrtem Equipment wieder planbares Material.
Hinter jeder Produktion steht eine logistische Leistung, die selten im Rampenlicht steht. Im Habegger-Lager wird Material nicht nur verwaltet, sondern in Bewegung gehalten. Nach jedem Event wird geprüft, sortiert, repariert, ergänzt und neu bereitgestellt.
Gerade die Kombination aus grossem Materialpark, eingespieltem Team und klaren Prozessen macht sichtbar, wie viel Arbeit zwischen zwei Events liegt. Wenn beim nächsten Projekt alles zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, hat dieser Prozess bereits funktioniert.
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