Jede Stimme zählt! Als Audio Technician bei Habegger sorgt Munira Baumann dafür, dass Sprache, Musik und Sound auf Events klar und zuverlässig beim Publikum ankommen. Ob Bühne, Mikrofon oder Beschallung – sie stellt sicher, dass Audio Technik und Emotion perfekt zusammenspielen. Im Interview lässt Munira hinter die Kulissen ihres Arbeitsalltages blicken.

Munira Baumann, Audio Technician
Munira startete im Sommer 2021 mit 16 Jahren ihre Lehre zur Veranstaltungsfachfrau EFZ bei Habegger und eignete sich dabei ein breites Grundwissen in der Veranstaltungstechnik an. Nach vier Jahren schloss sie ihre Ausbildung erfolgreich ab.
Besonders der Audiobereich weckte in den letzten Jahren ihr Interesse und entwickelte sich zu ihrem Schwerpunkt. Dank ihrer vielseitigen Ausbildung ist sie jedoch weiterhin flexibel einsetzbar – ob in Audio, Licht, Video oder anderen technischen Bereichen.
Munira sorgt dafür, dass audiotechnisch alles reibungslos zusammenspielt. Durch das Einrichten und Testen der Beschallungsanlage, aller Mikrofone und Zuspieler stellt sie sicher, dass Inhalte nicht nur klar verständlich sind, sondern auch emotional wirken. Bereits in der Planungs- und Konzeptionsphase ist sie eingebunden: Vom Ausarbeiten des Audiokonzepts über Setups und Verkabelungen bis hin zur Umsetzung während der Show und dem anschliessenden Abbau.
Dabei geht es für sie um mehr als Technik. Munira begleitet Kunden mit Ruhe und Erfahrung, schafft Vertrauen bei Rednern und ermöglicht ihnen, sich voll auf ihren Auftritt zu konzentrieren.
Erst das Zusammenspiel von Technik und Menschlichkeit macht ein Event zum Wow-Erlebnis.
Einen klassischen Arbeitsalltag gibt es nicht, da jedes Projekt anders aufgebaut ist und andere Anforderungen mit sich bringt. Zudem hat die erfahrene Audiotechnikerin zwei «Arbeitsplätze», einen auf Produktion und einen im Büro.
Im Januar war sie bei einem siebentägigen Projekt für die Swiss Life im Einsatz, mit mehreren fixen Probe- und Showtagen – innerhalb eines solchen Projekts entsteht fast so etwas wie ein geregelter Alltag.
In anderen Fällen arbeitet sie nur ein oder zwei Tage auf einem Projekt oder ist zwischendurch im Büro in die Planung eingebunden. Der Arbeitsrhythmus wechselt fast täglich.
Aber genau diese Abwechslung macht den Beruf für Munira so spannend. Kein Tag ist wie der andere, das motiviert sie besonders.
Besonders spannend findet Munira grosse Anlässe, zum Beispiel im Hallenstadion, das eine Partnerlocation von Habegger ist und fast wie ein Heimspiel wirkt. Public Events wie Art on Ice zeigen, wie anspruchsvoll, aber auch faszinierend solche Einsätze sind. Gerade diese Projekte sind intensiv, zählen für sie aber zu den spannendsten.

Munira beim Aufbau des Konzerts der Band Krokus im Hallenstadion
Auf den meisten Grossveranstaltungen beginnt der Tag meist früh morgens, der Aufbau muss nach Zeitplan erfolgen, danach folgt eine kurze Probe und noch am selben Tag die Show – inklusive Abbau am Abend. Die Deadlines sind klar, Spielraum für Fehler gibt es kaum und der Zeitdruck ist hoch. Diese Intensität macht für die Audiotechnikerin den besonderen Reiz aus, fast wie ein Nervenkitzel. Hinzukommt die Effizienz, die das gesamte Team leistet und wie viel täglich geleitstet wird unter dem engen Timing.
Wenn am Ende alles funktioniert und die Show reibungslos läuft, ist das ein unglaubliches Gefühl.

Munira beim Aufbau des Konzerts der Band Krokus im Hallenstadion
Besonders gerne arbeite Munira mit Bands und Künstlern zusammen. Die kreative und menschliche Komponente macht diese Zusammenarbeit für sie besonders spannend. Auch wenn Habegger viele Corporate-Events betreut, sorgen Aufträge mit Musikern oder Tänzern für eine willkommene Abwechslung im Arbeitsalltag.
Das A und O sind Flexibilität und man muss die Arbeit mit unterschiedlichen Menschen an wechselnden Einsatzorten schätzten. Unregelmässige Arbeitszeiten gehören dazu – Einsätze am Abend, in der Nacht oder am Wochenende sind ganz normal. Gleichzeitig ist der Beruf sehr sozial. Auch wenn er technisch und handwerklich geprägt ist, die Zusammenarbeit im Team wie auch mit dem Auftraggeber ist eng, aber auch mit Artisten, Speakern und Bands.
Rückblickend würde Munira sich selbst raten, früher mutig zu sein und keine Angst zu haben, Fragen zu stellen oder um Hilfe zu bitten. Während ihrer Lehre erlebte sie die Abteilung Engineering als hilfsbereit und unterstützend. Man muss selbst aktiv auf die Leute zugehen und Interesse zeigen. Genau dieses Nachfragen und Dabeisein ist extrem wertvoll und hilft enorm dabei, sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln.
Wäre eine Lehre als Veranstaltungsfachfrau/-mann etwas für dich?
Abonniere unseren Newsletter und folge uns auf Social Media.