Als Video Technician bei Habegger sorgt Fabrice Kern dafür, dass Inhalte auf Events klar, präzise und im richtigen Moment beim Eventteilnehmer ankommen. Ob Kameras, LED-Wände oder Livestreams: Er stellt sicher, dass Technik und Bildwirkung perfekt zusammenspielen. Im Interview gibt Fabrice Einblick in seinen abwechslungsreichen Arbeitsalltag und was ihn als Video Technician an seinem Beruf begeistert.

Fabrice Kern, Video Technician
Nach der Oberstufe wusste Fabrice vor allem eines: Er wollte eine Lehre machen – aber nicht welche. Erst über Umwege in seinem Umfeld wurde er auf die Ausbildung als Veranstaltungsfachmann EFZ aufmerksam.
Selbst der Start mitten in der Corona-Zeit, als die Eventbranche stillstand, hat seiner Begeisterung für die Live-Kommunikation nichts abgetan. Nach einem Schnuppertag bei Habegger war schnell klar: Die Eventtechnik ist seine Welt.
Rückblickend beschreibt er die Lehre bei Habegger als genau das, was man sich von einem Einstieg ins Berufsleben wünscht – abwechslungsreich, fordernd und voller neuer Erfahrungen. Jeder Einsatz anders, jedes Problem neu, jedes Projekt eine Gelegenheit, dazuzulernen. Und genau in dieser Zeit wurde auch klar, wohin die Reise gehen soll – zum Video Technician
Im Bereich der Videotechnik übernimmt Fabrice verschiedene Aufgaben. Im Broadcast zum Beispiel arbeitet er als Kameramann, in der Bildtechnik oder in der Regie. Dort geht es darum, Bilder nicht nur aufzunehmen, sondern sie so zu steuern, dass sie visuell exakt zusammenpassen.
Farben, Helligkeit, Weissabgleich – alles wird zentral gesteuert. Damit am Ende ein einheitliches Bild entsteht. Was für das Publikum wie ein stimmiges Gesamtbild erscheint, entsteht im Hintergrund aus vielen einzelnen Bausteinen. Kameras, Livestreams, Regie, Screen-Management, LED-Wände – alles greift ineinander. Genau das macht den Job so spannend.
«Du hast diesen Überbegriff Video-Technik, aber innerhalb des Gewerks gibt es unterschiedliche Tätigkeiten. Am Ende müssen diese ineinandergreifen, wie Zahnräder.»
Einen typischen Arbeitsalltag gibt es als Video Technician nicht. An manchen Tagen arbeitet Fabrice im Büro – Planung, Abstimmungen oder auch ganz praktisch in der Werkstatt. Kabel löten, Systeme umbauen, Regie-Cases weiterentwickeln.
Produktionen gehören ebenso zu seinem daily Business, er baut Setups auf, richtet Systeme ein und testet bis ins letzte Detail, damit eine Musikshow, ein Sportanlass oder ein Corporate Event reibungslos funktioniert. Gerade diese Mischung macht für Fabrice den Reiz aus: ständig neue Orte, neue Setups, neue Herausforderungen.
Du machst selten zweimal genau das Gleiche. Und selbst wenn, ist es jedes Mal wieder anders.
Besonders eindrücklich sind für Fabrice grosse Produktionen. Zum Beispiel dann, wenn wie beim 77 Jahre Jubiläum der Koch Group aus einem technischen Plan vor Ort Schritt für Schritt eine riesige LED-Wand entsteht – Meter für Meter aufgebaut, bis sie schliesslich das gesamte Bühnenbild prägt.
Gleichzeitig sind es genau diese Projekte, bei denen auch die Verantwortung wächst. Bei einem grösseren Event für einen Internationales Rüstungsunternehmen übernahm Fabrice erstmals die Rolle als Video-Bereichsleiter – von der Planung bis zur Umsetzung während der Show.
Das war ein cooler Moment, weil ich gemerkt habe: Es funktioniert. Ich kann das.
Ein Ziel von Fabrice ist es, in Zukunft mehr die Bereichsleitung und die dazugehörige Verantwortung auf Projekten zu übernehmen, weil ihn das Gesamtpaket fasziniert.

LED-Wand am 77-jährigen Jubiläum der Koch AG
Gerade im Live-Betrieb gibt es immer wieder Situationen, in denen schnell reagiert werden muss. Wenn etwas nicht wie geplant läuft, zählt vor allem eines: Ruhe bewahren und den Überblick behalten. Denn wer in solchen Momenten überstürzt handelt, macht Fehler – und diese können beim Event sichtbar werden.
Gleichzeitig ist Neugier ein entscheidender Faktor. Die Technik entwickelt sich ständig weiter – und wer sich im Video-Bereich spezialisieren will, muss bereit sein, sich aktiv Wissen anzueignen. Es ist wichtig, auf die Teamkollegen zuzugehen und zu sagen: «Nimm mich mit, ich will das lernen.»
Je mehr Projekterfahrung gesammelt werden können, desto mehr Expertise kann man sich aneignen und aus den verschiedensten Situationen lernen. Denn am Ende ist es genau diese Kombination, die den Unterschied macht: technisches Verständnis, die Fähigkeit, unter Druck ruhig zu bleiben – und der Wille, sich ständig weiterzuentwickeln.
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